Wohnen der Zukunft auf der Automatica in München



Eine Brille, die dem Gedächtnis auf die Sprünge hilft, ein Herd, der für gelungene Gerichte sorgt, und ein Roboter-Butler, der Besucher freundlich am Stand empfängt: Der Exzellenzcluster Kognitive lnteraktionstechnologie (CITEC) präsentiert sich vom 21. bis 24. Juni auf der Automatica in München, der größten internationalen Fachmesse für Automatisierung. In Halle B4 am Stand-315 zeigt CITEC seine neuen Forschungsprototypen zum Wohnen der Zukunft. Auf der Messe wird erstmalig auch der sozial kompetente Service-Roboter Floka ausgestellt.

Flokas Oberkörper ist auf einem fahrbaren Gestell montiert. Seine Hände sind denen von Menschen nachempfunden, so dass ihm beigebracht werden kann, „natürlich“ zu greifen. In einer Wohnung soll er sich zum Beispiel in Bewegung setzen, um Einkäufe in den Kühlschrank einzuräumen oder um Gästen ein Erfrischungsgetränk zu servieren. Der Kopf ist austauschbar. CITEC-Forscher haben den ursprünglichen Sensorkopf ersetzt mit einer Variante des am CITEC entwickelten Flobi-Roboterkopfs. Flobi ist ein sozialer Roboter, der mit emotionalen Gesichtsausdrücken auf sein Gegenüber reagiert. Untersuchungen am CITEC haben gezeigt, dass er dadurch von Menschen besser als Gesprächspartner akzeptiert wird als ein eher technisch anmutender Roboter.

Ebenfalls zu sehen ist der Kochassistent „KogniChef“. Er  kann über Gestik und Sprache gesteuert werden. Der Forschungsprototyp unterstützt die Ausführung eines Rezepts zum Beispiel durch ein Tablet, das bei nassen Händen auch per Stimme oder Gestik bedient werden kann. Neben einer detaillierten Anleitung kann der KogniChef verschiedene Videos auf einem großen Display abspielen, um zum Beispiel zu zeigen, wie man Eier trennt. Das System hilft auch dabei, welche Zutaten wann und in welcher Menge verwendet werden müssen. Der KogniChef ist Teil der Digitalen Küche des lnnovationsclusters KogniHome der Universität Bielefeld.

Aus dem Projekt Adamaas stammt eine Datenbrille, die bei alltäglichen Tätigkeiten unterstützt. Sie erkennt, wenn ein Nutzer etwa beim Kuchenbacken ins Stocken gerät und hilft mit Kommentaren und Hinweisen, die in einem Display an der Brille angezeigt werden. Neben Tätigkeiten wie Kuchenbacken soll sie auch das Kaffee kochen, Fahrrad reparieren oder auch Bewegungsabläufe wie Yoga unterstützen. Gerade für ältere oder beeinträchtigte Menschen soll sie den Alltag erleichtern.

 

 

 

Weitere Informationen im Netz:

www.cit-ec.de/automatica2016

http://automatica-munich.com/de/

 

Kontakt
Eva Winkelmann, Universität Bielefeld
Exzellenzcluster Kognitive lnteraktionstechnologie
Telefon: 0521 106 6567
E-Mail: ewinkelmann@cit-ec.uni-bielefeld.de