Mit Roboter Pepper zu den RoboCup-Wettbewerben

Team aus Studierenden und CITEC-Mitgliedern nimmt an Meisterschaften in Magdeburg und Kanada teil

Das Team des Exzellenzclusters CITEC der Universität Bielefeld „ToBi“ fährt mit dem Roboter Pepper zur deutschen RoboCup-Meisterschaft nach Magedeburg und zur RoboCup-Weltmeisterschaft nach Montreal, Kanada. Die deutsche Meisterschaft vom 27. bis zum 29. April dient als Vorbereitungsturnier für die Weltmeisterschaft im Juni. Pepper ist ein Serviceroboter, der für die Unterstützung im Haushalt entwickelt wurde.

Dr.-Ing. Sven Wachsmuth und sein Team bereiten Roboter Pepper auf den RoboCup vor. Das CITEC-Team tritt beim RoboCup in der Social Standard Platform League (SSPL) an, einer Unterliga der Haushaltsliga. In der SSPL ist die Teilnahme nur mit dem von der Firma Softbank produzierten Roboter Pepper möglich. Die Bielefelder Studierenden entwickelten die Software von Pepper weiter, sodass der Roboter wesentlich robuster Menschen erkennen und auf sein Umfeld reagieren kann. Im Wettbewerb muss Pepper beispielsweise Bestellungen entgegennehmen und mit Menschen interagieren. „Pepper ist als soziale Roboterplattform forschungsrelevant für den Exzellenzcluster CITEC“, sagt Dr. Sven Wachsmuth, Leiter des Zentrallabors am CITEC und Koordinator des Teams. „Wir wollen die Fähigkeiten, die wir jetzt für Pepper entwickeln auf verschiedenen Roboterplattformen möglich machen – zum Beispiel die Fähigkeit, zu erkennen, wer gerade mit dem Roboter interagieren möchte.“

Das Ziel des RoboCup-Wettbewerbs ist es, die Entwicklung von autonomen Robotern zu beschleunigen. So lassen sich Anwendungen aus der Haushaltsliga nutzen, um Serviceroboter für den Hausgebrauch zu entwickeln. Neben der Haushaltsliga treten beim RoboCup Teams in der Fußball-, der Industrie- und der Liga für Rettungsszenarien gegeneinander an.

Für die Weltmeisterschaft in Kanada hat sich das CITEC-Team bereits qualifiziert. Im Vorfeld musste ein „Technical Description Paper“ eingereicht werden. „Der deutsche RoboCup ist für uns ein ernsthafter Test für das Turnier in Kanada“, sagt Wachsmuth. „Hier klären wir Abläufe und prüfen den Entwicklungsstand der Software.“

Das Bielefelder Team besteht in diesem Jahr aus neun Studierenden. Sie sind eingeschrieben im Bachelorstudiengang Kognitive Informatik und im Masterstudiengang Intelligente Systeme. Betreut werden die Studierenden von Wachsmuth und seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter Florian Lier vom Exzellenzcluster CITEC der Universität Bielefeld.

Kontakt:
Dr.-Ing. Sven Wachsmuth
Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC)
Telefon: 0521 106-2937
E-Mail: swachsmu@techfak.uni-bielefeld.de

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