Deutscher RoboCup: Dritter Platz für CITEC-Team

Erfolg mit den Robotern Pepper und Tobi in Magdeburg

Das Team of Bielefeld (ToBi) hat einen dritten Platz im Wettbewerb RoboCup German Open in Magdeburg geholt - in der Haushaltsliga RoboCup@home. Die Mannschaft tritt für die Universität Bielefeld und CITEC an und wird vom Exzellenzcluster gefördert.

Mit seinen Robotern Tobi (links) und Pepper schaffte es das „Team of Bielefeld“ beim Wettbewerb RoboCup German Open unter die ersten Drei in der Haushaltsliga. Foto: CITEC/Universität Bielefeld In Magdeburg trafen im RoboCup@home sieben Team aus Deutschland, Portugal und den Niederlanden aufeinander. Die ersten beiden Plätze gingen nach Koblenz und Eindhoven (Niederlande). Ziel der Liga ist es, die Entwicklung von autonomen Robotern voranzutreiben, die im Haushalt unterstützen und Menschen im Alltag begleiten. Das CITEC-Team hatte nur einen Monat Zeit, um den neu angeschafften Pepper für den Wettbewerb in Magdeburg vorzubereiten. Dort wurde er in den Disziplinen zur Personenerkennung und zum Nachfolgen einer Person eingesetzt. Das Besondere: Pepper nahm dabei den Gefühlszustand des Menschen wahr und bemerkte, ob er traurig oder zufrieden war.

Erstmals präsentierte das Bielefelder Team Pepper bei einem offiziellen RoboCup-Wettkampf. Der Humanoid ist erst vor Kurzem als eine Standard-Plattform für die neue RoboCup-Liga zu sozialen Servicerobotern ausgewählt worden. Der Wettbewerb in der „Social Standard Platform League“ beginnt zum ersten Mal im Juli bei der RoboCup-Weltmeisterschaft in Nagoya, Japan. Das Team aus Bielefeld ist für die Weltmeisterschaft qualifiziert und fährt als amtierender Weltmeister im RoboCup@home nach Japan.

Der Wettbewerb in Magdeburg dient als ein Vorbereitungsturnier für die jährliche RoboCup-Weltmeisterschaft. Bei dem Wettbewerb in Japan unterteilt sich die Haushaltsliga erstmals in drei Teilligen. Das CITEC-Team tritt an der „Open Platform League“ (OPL) und der „Social Standard Platform League“ (SSPL) an. In der OPL nehmen die Teams mit ihrem eigenen, frei gewählten Robotern teil. In der SSPL ist die Teilnahme nur mit dem von der Firma Softbanks entwickelten Roboter Pepper möglich. Die dritte Teilliga heißt „Domestic Standard Platform League „(DSPL). Als einheitlicher Roboter für Haushaltstätigkeiten hat der RoboCup-Verband den von Toyota hergestellten Roboter HSR ausgewählt. Die Entscheidung für Plattformen, die in Serie hergestellt werden, soll dazu beitragen, mögliche Märkte für Serviceroboter zu erschließen.

Beim RoboCup in Japan misst sich das CITEC-Team vom 27. bis 30. Juli im Wettbewerb gegen 15 Mannschaften in der Open Platform Lague und sieben Mannschaften in der Social Standard Platform League.

Außer für die Haushaltsliga ist der RoboCup für seine Fußballliga bekannt, in der Roboter gegeneinander spielen. In den weiteren Ligen geht es um Roboter in der Menschenrettung, der Logistik und in der industriellen Fertigung. Zur Mannschaft „ToBi“ gehören elf Bachelor- und Masterstudierende der Universität Bielefeld, von denen die meisten zum ersten Mal beim RoboCup dabei sind. Privatdozent Dr. Sven Wachsmuth, Leiter des CITEC-Zentrallabors, berät und koordiniert das Team zusammen mit den CITEC-Wissenschaftlern Florian Lier und Sebastian Meyer zu Borgsen. Seit 2009 nimmt das Bielefelder Team mit seinen Robotern an den RoboCup-Wettbewerben teil.

Kontakt: 
PD Dr. Sven Wachsmuth, Universität Bielefeld 
Zentrallabor des Exzellenzclusters CITEC
Telefon: 0521 106-2937
E-Mail: swachsmu@techfak.uni-bielefeld.de

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