CITEC-Forscherin übernimmt Professur an Universität Duisburg-Essen

Linguistin leitet künftig die Arbeitsgruppe „Institutionelle Kommunikation“

Die CITEC-Wissenschaftlerin Dr. Karola Pitsch hat einen Ruf auf eine Professur am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Duisburg-Essen erhalten. Die Linguistin ist im September ins Ruhrgebiet gewechselt.

Dr. Karola Pitsch hat eine Professur an der Universität Duisburg-Essen übernommen. Foto: Universität Duisburg-Essen/Frank PreußKarola Pitsch leitete seit 2012 die CITEC-Forschungsgruppe „Interaktionale Linguistik und Mensch-Roboter-Interaktion“. Seit demselben Jahr wird ihre Forschung mit einem Dilthey-Fellowship der Volkswagen Stiftung gefördert.

„Wir freuen uns für Karola Pitsch und gratulieren ihr zur Berufung“, sagt Professor Dr. Helge Ritter, Koordinator des Exzellenzclusters CITEC. „Die Berufungskommission an der Universität Duisburg-Essen hat sich für eine ausgezeichnete Kollegin entschieden.“

Am Institut für Kommunikationswissenschaft übernimmt Karola Pitsch die Professur „Institutionelle Kommunikation“. Sie wird sich in ihrer dortigen Forschung darauf konzentrieren, auf welche Art und Weise Kommunikation in Institutionen (zum Beispiel Schulen, Museen und Unternehmen) abläuft: wie Sprache, Blick, Gestik und Körperhaltung zusammenspielen, wie Kommunikation in komplexen Arbeitssettings funktioniert und in gesellschaftliche Zusammenhänge eingebunden ist. Zentrales Thema wird weiterhin auch die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine sein.

Ihre Expertise für Mensch-Maschine-Kommunikation zeigt sich auch in ihrer Mitarbeit an CITEC-Projekten. So ist die Forschungsgruppe von Karola Pitsch an dem Projekt „Virtuelle Assistenten und deren soziale Akzeptanz“ (VASA) beteiligt. Für das Projekt kooperieren der Exzellenzcluster CITEC und die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Es geht um virtuelle Assistenten auf Fernsehern und Bildschirmen, die sich dank künstlicher Intelligenz auf ihre Nutzer einstellen. „An diesem Projekt werde ich auch künftig weiter mitarbeiten“, sagt Pitsch. Auch ihr Projekt zu Museumsrobotern wird sie fortsetzen. Es trägt den Titel „Interaction and Space. From Conversation Analysis to Human-Robot-Interaction” (Interaktion und Raum. Von Konversationsanalyse zu Mensch-Roboter-Interaktion). In dem Projekt wird untersucht, welche Fähigkeiten ein Roboter beherrschen muss, um als Museumsführer tätig zu sein. 

Karola Pitsch studierte von 1995 bis 2001 Französisch, Germanistik, Linguistik und Geschichte in Bielefeld und Paris. 2006 schloss sie ihre Dissertation zu Unterrichtskommunikation ab und erhielt dafür den Dissertationspreis der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft. Sie war Projektleiterin im Sonderforschungsbereich 673 „Alignment in Communication“ (Ausrichtung in der Kommunikation) und gehört dem Nachwuchsnetzwerk „Junges ZiF“ des Zentrums für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld  an. 

Kontakt:
Prof. Dr. Karola Pitsch, Universität Duisburg-Essen
Institut für Kommunikationswissenschaft 
Telefon: 0201 183-3917
E-Mail: karola.pitsch@uni-due.de