CITEC-Forscher beteiligen sich an Medizin-Fonds

Professor Dr. Thomas Schack forscht in Kooperation zu Depression und Anpassungsfähigkeit des Gehirns

Die Universität Bielefeld verstärkt ihre Kooperationen zu medizinischer Forschung. In fünf neuen Projekten kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität mit den Universitätskliniken der Ruhr-Universität Bochum in der Region Ostwestfalen-Lippe. Der Forschungsfonds Medizin an der Universität Bielefeld fördert die Projekte, von denen die ersten im April starten. Mit der Behandlung von Depressionen beschäftigt sich eine Kooperation, an der der Sportwissenschaftler und Psychologe Professor Dr. Thomas Schack vom Exzellenzcluster CITEC beteiligt ist.

Bewegungserfassung in einem Labor der Universität Bielefeld: Wie sich körperliche Aktivität und Verhaltenstherapie auf Depression auswirken, darum geht es in einem der fünf neuen Projekte zur medizinischen Forschung. Foto: CITEC/Universität Bielefeld Schack und sein Team kooperieren mit der Privatdozentin Dr. med. Karin Rosenkranz und Professor Dr. med. Hans-Udo Schneider von der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Lübbecke. Die Studie befasst sich damit, wie Bewegungstraining und Selbstinstruktionstraining auf Depression und Neuroplastizität (Anpassungsfähigkeit des Gehirns) wirken. Selbstinstruktionen als Teil von Psychotherapie zielen auf die Veränderung des alltäglichen Verhaltens. Bewegungsprogramme können Symptome der Depression – etwa Antriebslosigkeit und Stimmungsschwankungen – verbessern. Sowohl körperliche Aktivität als auch Selbstinstruktionstraining führen dabei zu einer veränderten Hirnstruktur. Das neue Projekt untersucht, wie sich die Effekte beider Interventionen auf das Gehirn unterscheiden.

Insgesamt fördert der Forschungsfonds Medizin die fünf Forschungsprojekte mit rund 500.000 Euro. Finanziert wird der im Juli 2016 eingerichteten Medizin-Fonds vom Land Nordrhein-Westfalen. Die Themen der neuen Kooperationen reichen von Herz- und Krebsforschung bis zu regenerativer Medizin.Darüber hinaus läuft jetzt die zweite Bewerbungsphase des Forschungsfonds Medizin an der Universität Bielefeld. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bielefeld bis zum 15. März Anträge für Projekte stellen.

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