Aufbau des Mobilgebäudes hat begonnen

Die ersten neun Module des Mobilgebäudes für das Exzellenzcluster "Cognitive Interaction Technology" (CITEC) der Universität Bielefeld wurden am Freitagmorgen geliefert. Um kurz nach 6 Uhr rollte der Schwerlasttransport begleitet von der Polizei über die Voltmannstraße und die Morgenbreede zum Baugelände hinter dem Oberstufenkolleg. Die Modulcontainer müssen mit Spezialtransportern angeliefert werden, da sie mit jeweils 4 x 12 Metern zu groß für einen normalen LKW sind. Wie an einer Perlenkette reihten sich die Lastwagen mit ihrer tonnenschweren Fracht aneinander. Der Verkehr musste über den Parkplatz ausweichen, da ein Überholen der LKWs in der schmalen Straße nicht möglich war.

Auf der Baustelle lief der Aufbau der ersten neuen Module routiniert und präzise. Innerhalb kürzester Zeit hatte der Baukran die einzelnen Module - bis zu 17 Tonnen schwer - von den LKWs geladen. Millimetergenau hievte er die einzelnen Bauteile auf die vorbereiteten Betonsockel und stapelte die drei Etagen übereinander. Abschließend wurden die einzelnen Ebenen verankert und verschweißt. Dienstagfrüh kommen die nächsten neun Module und so wird es in den nächsten Wochen weitergehen, bis alle 100 Einzelteile angeliefert und aufgebaut sind. Der Innenausbau für die Büroräume und Labore wird 40 Tage dauern und den Bedürfnissen der Bielefelder Wissenschaftler entsprechen. Viele Leitungen und Sanitäranlagen sind in den Bauteilen, die zuvor in Bonn standen, bereits vorhanden.

"Auf Komfort muss im Übergangsquartier niemand verzichten", erklärt der Technische Direktor der Universität Bielefeld, Dr. Christian Schepers. "Die Ausstattung der Büros wird die im Hauptgebäude übertreffen." Auch die Fassade, die durch den Abbau und den Transport gelitten hat, wird erneuert.

Die Universität Bielefeld hatte Anfang des Monats beschlossen, ein Gebäude aus modular zusammengesetzten Büromodulen aufstellen zu lassen, weil die Fertigstellung der Räume für den Exzellenzcluster CITEC im Haus der Verhaltensforschung nicht termingerecht erfolgen konnte. In dieses Übergangsquartier werden etwa 100 Bild in 300 dpi Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Clusters einziehen. Bis Ende September wird ein zusammenhängendes dreigeschossiges Gebäude mit einer Nutzfläche von circa 3300 Quadratmetern entstehen, das auf einem U-förmigen Grundriss 100 Büroräume, Seminar und Laborbereiche beherbergen soll. Für fünf Jahre hat die Universität die Büromodule gemietet.