B: Systeme mit Aufmerksamkeit

Auge als LogoWie können künstliche Systeme lernen, Aufmerksamkeit mit Menschen zu teilen und unwichtige Details zu ignorieren?

Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und verfügbare Handlungsressourcen rasch und zuverlässig entsprechend auszurichten ist eine wichtige Grundfähigkeit für kognitive Systeme, die in komplexen Umwelten bestehen wollen. Für eine gute Kooperation mit dem Menschen sollten technische Systeme zudem in der Lage sein, auch den Aufmerksamkeitszustand und Fokus des Menschen zu erkennen und ihm zu folgen. In der zwischenmenschlichen Interaktion ist die Aufrechterhaltung eines gemeinsamen Aufmerksamkeitsfokus darüber hinaus auch von emotionalen und sozialen Rückmeldungen abhängig. Die Erfassung, Modellierung und Generierung solcher Interaktionsmuster kann dem Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine eine neue Qualität verleihen. Erst wenn wir die dabei wirkenden Aufmerksamkeits- und Emotionsfaktoren verstehen, können wir erwarten, technische Systeme mit Team-Intelligenz versehen zu können.

Zur Erforschung der genannten Fragestellungen und zur künstlichen Modellierung von Aufmerksamkeit verbinden die Forscher des CITEC empirisch ausgerichtete Untersuchungen, wie etwa Blickbewegungsexperimente, EEG-Analysen und Experimente aus der Verhaltensbiologie mit ingenieurstechnisch ausgerichteten Arbeiten der beteiligten Informatikgruppen.

Ziel ist, das erforderliche Verständnis für den Bau attentiver Systeme zu schaffen, die ihre Verarbeitungsressourcen aktiv und dynamisch mit denen ihres menschlichen Partners koordinieren. Verbunden damit ist die Aufgabe, Computern und Robotern ,sozialere' Verhaltensmuster zu verleihen, um so ihren Zustand unter Nutzung natürlicher Kommunikationskanäle, wie Gesichtsmimik und Stimmprosodie, für Menschen leichter erfassbar zu machen.

 

Forschungsthemen

  • Aufmerksamkeitsmechanismen
  • Fokussierung auf Objekte und Ereignisse
  • Ko-Repräsentation und geteilte Aufmerksamkeit
  • Kognitive Steuerung

Forschungskoordinatoren