AMiRo – flexibles Helferlein passt sich an seine Umgebung an

Cleverer Miniroboter für Forschung und Lehre

Motivation
Werkzeuge und Produktionsteile legen in industriellen Fertigungsanlagen weite Strecken zurück. Sobald ein Werkstück fehlerhaft ist oder ein Prozess angepasst werden muss, sind Fließbänder oft zu starr. Mit einem flexiblen Transportmittel können Produktionsketten effizienter gestaltet werden.

Ziel
Die Entwickler von AMiRo (Autonomous Mini Robot) arbeiten an kleinen Robotern mit einer hohen Funktionsdichte. Diese Miniroboter werden kostengünstig aus handelsüblichen Bauteilen hergestellt. Sie können überall eingesetzt werden, wo es darum geht kleine Gegenstände bis zu einem Kilogramm flexibel zu transportieren. Die Besonderheit: Sie interagieren selbstständig mit ihrer Umgebung und arbeiten besonders effizient.

Der AMiRo
Der Miniroboter auf zwei Rädern ist in der Basisversion etwa so groß wie eine Spardose – knapp acht Zentimeter hoch, zehn Zentimeter im Durchmesser. Durch seine runde Form kann er durch leichte Drehungen an Hindernissen vorbeigleiten. Er orientiert und bewegt sich autonom. Sein Ziel erreicht er, indem er mit Hilfe von Sensoren an seiner Unterseite das vorgegebene Streckennetz detektiert. Sollte die Strecke ein Hindernis bergen, findet AMiRo selbstständig einen anderen Weg zum Zielort. Die modulare Plattform kann je nach Bedarf durch Module erweitert werden. So lassen sich beispielsweise Infrarot-, Bild- oder Lasersensoren anbringen oder es können zusätzliche Recheneinheiten zur effizienten Videoverarbeitung ergänzt werden. Der Roboter ist mit ressourceneffizienten mikroelektronischen Schaltungen und Sensoren ausgestattet, um eine möglichst lange Akkulaufzeit zu gewährleisten.

Beteiligt
Forschungsgruppe Kognitronik und Sensorik, Universität Bielefeld

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Rückert
Universität Bielefeld
Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC)
Telefon: 0521 106-12050
E-Mail: rueckert@techfak.uni-bielefeld.de